Mai 16 2012

Hello world!

Willkommen in meinem Blog!

Schon lange habe ich mich mit dem Gedanken befasst, einen Blog zu starten. Heute habe ich es gemacht. WordPress ist für mich ein unbekanntes Land, das es zu erobern gilt. Und so werde ich mich in den kommenden Tagen eher der Technik denn den Inhalten widmen.

Für die wenigen Leser, die diese Seite in dem frühen Stadium der Entstehungsphase vielleicht schon gefunden haben: Seid herzlich willkommen!

Bis demnächst auf myworldblog.de

Katja Lukic

P.S. Mehr über mich findet Ihr auf www.silbernasen.de


Feb 8 2013

Pixar 25 Years of Animation

Heute gibt es einen idealen Winter-Freizeittipp von mir:

Das Museum für Kunst und Gewerbe zeigt zum 25-jährigen Jubiläum des Pixar Filmstudios eine Ausstellung zum Thema Trickfilmanimation. Bekannt wurde Pixar u.a. mit  Filmen wie “Toy Story”, “FindetNemo”, “Monster AG” und “Ratatouille”. Viele Filme begleiten die Ausstellung, in der u.a. die Technik hinter den bewegten Bildern erklärt und die Entstehung der Filme in den einzelnen Produktionsabschnitten anschaulich dargestellt wird. Das klingt jetzt ein wenig nüchtern, ist aber sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gleichermaßen interessant.

Die Ausstellung “Pixar 25 Years of Animation” ist noch bis zum 12. Mai 2013 im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen. (Nicht weniger spannend ist die Ausstellung “Endstation Meer?“, die ebenfalls in den Räumen des Museums zu finden ist, allerdings nur noch bis zum 31. März 2013.)


Jun 13 2012

Die Köhlbrandbrücke kommt weg?

Als Hamburgerin konnte ich das gar nicht glauben, als ich die Meldung heute Morgen gelesen hatte. Klar, dass mir da erst der Gedanke kam, dass heute der erste April sei. Aber wir haben schon Juni. Verdammt! Die Kühlbrandbrücke! Einfach weg? Das ist so, als ob sie den Michel plattmachen. Oder den Fernsehturm. Oder nehmen wir doch einfach den Hafen weg. Geht das überhaupt, so einfach ein Wahrzeichen plattzumachen.

Aber wenn ich das so recht bedenke. Das Frappant in der Großen Bergstarße wurde nur ein Jahr vor der Köhlbrandbrücke fertiggestellt (1973) und ist auch schon Vergangenheit. Nun gut, das Frappant war nicht wirklich ein Wahrzeichen der Stadt, aber für mich als Altonaer Urgestein war es schon ein Teil meiner Kindheit.

Statt des Frappants kommt Ikea und statt der Köhlbrandbrücke kommt die Elbphilharmonie. Ob das alles so nun besser ist?

Natürlich kommt auch noch eine neue Brücke. Wollen wir mal hoffen, dass die Stadtplaner da ihrem Namen gerecht werden und ein wenig weiter in die Zukunft planen, bevor wir in 40 Jahren das nächste Wahrzeichen plattmachen müssen.

Was denkt ihr über diese Entwicklung? “Hamburg macht sich platt.”

Freue mich auf Eure Kommentare!


Mai 22 2012

Mein Hamburg Rundgang – Teil 2: Der Rathausmarkt

Die alte Reichsbank. Heute befindet sich das Bucerius Kunstforum darin.

Die alte Reichsbank. Heute befindet sich das Bucerius Kunstforum darin.

Wer vor dem Rathaus steht und nach rechts schaut, dem wird das massive Gebäude der alten Reichsbank ins Auge springen. Seit 2002 hat sich das Bucerius Kunstforum hier eingerichtet. In regelmäßig wechselnden Ausstellungen (aktuell) bietet das Museum angenehm große Expositionen, die einen nicht erschlagen. (In den vergangenen Jahren waren Frida Kahlo (2006), Edward Hopper (2009) und William Turner (2011) zu Gast.)

Wer nach dem Besuch der Ausstellung ein kleines Päuschen einlegen will, den kann ich nur das Restaurant Season in den unteren Räumen ans Herz legen. Das Menü ist vegetarisch, erschwinglich und lecker.

Links vor der Reichsbank steht eine Miniatur von der Hamburger Innenstadt. Die Skulptur ist praktisch, um sich einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten zu verschaffen, und natürlich auch für Kinder interessant: Die Stadt zum Anfassen!

Mit etwas Glück sehen Sie bei gutem Wetter auf diesem Platz meine Darbietung als silberne Apfelfrau. (Mehr dazu unter www.silbernasen.de)

Ein Blick auf die alte Post (Fernsehturm im Hintergrund)

Ein Blick auf die alte Post (Fernsehturm im Hintergrund)

 

Wenn Sie sich auf dem Rathausmarkt noch ein wenig weiter nach rechts drehen, sehen sie die alte Post. Sie wurde nach den Plänen von Alexis de Chateauneuf im Jahre 1847 erbaut. Man hatte seinerzeit das größte Verwaltungsgebäude der Stadt gebaut, um die unterschiedlichen Postanstalten, die es damals gab, unter einem Dach zusammenzufassen. Die Post gilt als eines der beeindruckensden Gebäude der sogenannten Hamburger Nachbrandarchitektur. (Der Bau wurde erst in den vergangenen Jahren komplett umgebaut und renoviert.)

Direkt vor Ihnen liegt die Schleusenbrücke und darunter die Rathausschleuse. Die Technik ist beeindruckend. Die Schleuse wurde nach der Sturmflut 1962 zum Schutz der Innenstadt angelegt. Der “Wasserlift für Schiffe” ist nicht nur für Kinder faszinierend.

Hinter der Schleusenbrücke beginnt das edlere Einkaufsviertel Hamburgs.

Das Ehrenmal, die Alsterarkaden und ein Velo-Taxi

Das Ehrenmal, die Alsterarkaden und ein Velo-Taxi

Nun müssen Sie sich nur noch ein wenig weiter nach rechts drehen und dann haben Sie einen wundervollen Blick auf die Alsterarkaden (ebenfalls von Alexis de Chateauneuf entworfen). Der Bogengang führt vom Rathausmarkt auf den Jungfernstieg. Doch bevor Sie in Richtung Innen-Alster aufbrechen, machen Sie noch einen Stopp bei den berühmten Hamburger Schwänen, die am Alsteranleger (unten an der Treppe) auf ihren großen Auftritt warten.

TIPP: Gönnen Sie sich mal eine Tour im Velo-Taxi. Die Preise sind erschwinglich und man gelangt an Ecken der Stadt, die die dicken Stadtrundfahrt-Busse nicht erreichen können. Außerdem sind die Fahrer freundlich (ich danke Andreas für den netten Nachmittag) und bestens über das Angebot in der Stadt informiert.

 

Einer der berühmten Hamburger Schwäne

Einer der berühmten Hamburger Schwäne

 

Weiter geht es demnächst mit:

Rund um die Alster

Landungsbrücken

Reeperbahn

Schanzenviertel …


Mai 22 2012

Mein Hamburg Rundgang – Teil 1: Das Hamburger Rathaus

Das Rathaus von der Nikolaikirche aus fotografiert

Das Rathaus von der Nikolaikirche aus fotografiert

Wenn ich darüber nachdenke, was in Hamburg für Touristen sehenswert ist, fallen mir natürlich der Hafen, der Michel und die Reeperbahn ein. Aber zu diesen Sehenswürdigkeiten kommen wir später.

Was dem Besucher jedoch sofort ins Auge sticht, wenn er durch die Innenstadt schlendert, ist das beeindruckende Rathaus, das sich die Hamburger Kaufleute nach dem großen Brand der Hafenstadt im Jahre 1897 gönnten.

 

Das Hamburger Rathaus vom Rathausmarkt aus gesehen

Das Hamburger Rathaus vom Rathausmarkt aus gesehen

Die Planung und der Bau dauerten insgesamt 47 Jahre, was verständlich ist, wenn man bedenkt, dass sich die Stadtväter um den Wiederaufbau nach dem großen Brandt kümmern mussten, eine Wirtschaftskrise dazwischen kam, die Bauarbeiter streikten und auch noch eine Choleraepidemie über Hamburg herfiel.

Der imposante Bau steht (ähnlich wie in Venedig) auf über 4.000 Eichenpfählen und hat insgesamt 647 Zimmer. Wer einen Blick ins Innere werfen möchte, sollte sich bei den offiziellen Führungen anmelden (040-428 31 24 70).  Die große Halle mit den 16 Sandsteinsäulen und den Treppen aus sardischem Marmor können Sie aber auch ohne Anmeldung besichtigen, wenn die schmiedeeiserne Gittertür des Haupteingangs geöffnet ist.

Über dem Hauptportal, ziemlich weit oben, wacht ein Vogel über den Platz. Das ist kein Adler oder, wie man in Hamburg vermuten könnte, auch kein Schwan, sondern ein Phoenix. Die Hamburger hatten beim großen Brand das alte Rathaus in die Luft gesprengt, um die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Die Bauherren haben das neue Rathaus quasi wie einen Phoenix aus der Asche in neuer Pracht emporsteigen lassen.

Der Hygieia-Brunnen im Innenhof des Rathaus'

Der Hygieia-Brunnen im Innenhof des Rathaus'

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten, ist ein Besuch im Innenhof des Rathauses, der die Hamburger Börse von der Bürgerschaft trennt. Sicher ist allein die Fassade, die im italienischen Renaissance-Stil gehalten ist, schon einen Besuch wert. Das Bonbon in dieser Komposition ist jedoch der Hygieia-Brunnen, der den Platz dominiert.

Im Sommer kann man sich hier im ansässigen Restaurant Parlament einen typischen Hamburger Pannfisch mit ein wenig Ruhe vom Großstadttrubel schmecken lassen. Natürlich ist das kein Tipp für Pfennigfuchser!

 

Weiter geht es

auf dem Rathausmarkt

 


Mai 17 2012

Leseprobe: “Nur ein Jahr” von Katja Lukic

Natürlich möchte ich in diesem Blog  auch auf meinen eigenen Roman hinweisen:

Buchcover

Zum Inhalt:

Im Job geht es nicht vorwärts, das Privatleben ist öde und ihre Träume sind der Realität gewichen. Karen ist gerade erst 30 Jahre alt geworden und mit ihrem Leben mehr als unzufrieden. Mit ihrer besten Freundin Mona beschließt sie, ihrem Dasein einen neuen Kick zu geben. Ein Jahr Spanien soll dabei helfen. Kurzerhand erwerben die beiden Frauen einen alten Campingbus und einen Imbissanhänger. Mit der Idee, Würstchen und Snacks an hungrige Touristen in Spanien zu verkaufen, machen sich die beiden Freundinnen auf den Weg in den Süden.
Aber anstatt wie geplant die heißen Wiener unter das Urlaubsvolk zu bringen, stehen Karen und Mona bald silbern angemalt als lebende Statuen auf den Ramblas in Barcelona. Eine abenteuerliche Reise durch das Land des Stierkampfs, der Tapas und des Don Quijote beginnt…

Und nun die Leseprobe:

Über Mittag machten wir einen kurzen Stopp in Figueres. Wir ärgerten uns durch die kleinen Gassen, die immer enger und unüberschaubarer wurden, um immer wieder an schmalen Kurven Daisy (das war unser Hänger) abzukoppeln und uns mit freundlichen Einheimischen anzufreunden, die uns dabei halfen, den Hänger um die Ecke zu schieben. Die hinter uns wartende Autoschlange war dagegen weniger freundlich.

Ziel dieser Odyssee war das Dalí-Museum. Eine Freundin von Mona hatte uns den Besuch ans Herz gelegt. Aber nach unserer elend langen Suche nach einem Parkplatz und der darauf­folgenden Wanderung durch die Mittagshitze zurück ins Stadtzentrum, hatte ich keine Lust mehr auf Kunst. Stattdessen suchten wir ein Café gegenüber des Museums gelegen auf und bewunderten die mit riesigen Eiern verzierte Fassade des alten Theaters, das heute vielen Werken von Dalí ein neues Zuhause bot.

Nach unserer Ankunft in Spanien wollten wir unseren ersten Etappensieg mit einer leckeren Tortilla und einem Café con leche feiern.

„Dos trozos tortilla“, orderte Mona strahlend beim schnurbärtigen Mann hinterm Tresen.

„Un pincho?“, fragte der Mann.

„No pincho! Tortilla“, sagte sie zu ihm und drehte sich dann zu mir. „Schau mal nach, was Pincho heißt.“

„Un tapa?“

„Tapa?“ Mona sah den Mann verständnislos an.

„Pincho heißt Stachel oder Dorn“, erklärte ich meiner Freundin.

„No Pincho“, bestand Mona. „Teller, was war noch mal Teller“, überlegte sie. Dann fiel es ihr wieder ein: „Ah, plato. Un plato tortilla.”

„Entero?”, fragte der Mann hinterm Tresen.

Monas Stirn lag in Falten.

„Was heißt denn jetzt schon wieder entero?“

Ich blätterte so schnell es ging im Wörterbuch. Ganz, entero hieß ganz. Nein, wir wollten keine ganze Tortilla. Ich eilte meiner Freundin zur Hilfe.

„Un trozo“, wiederholte ich Monas ersten Bestellversuch und machte dabei mit meiner Hand eine schneidende Bewegung nach. „Trozo!“, wiederholte ich noch einmal, und sah dabei dem schnurbärtigen Mann von unten in die Augen. „Ein Stück halt!“

„Pincho“, mischte sich der untersetzte Glatzkopf neben uns am Tresen ein. Die Männer nickten sich zu, sagten noch etwas Unverständliches und dann stellte uns der Wirt zwei Teller mit je einem Stückchen Tortilla vor die Nase.

„Trozo“, murmelte Mona. „Geht ja doch.“

Die Kaffeebestellung war im Vergleich dazu ein Kinderspiel.

Danach fuhren wir weiter. Unser nächster Stopp war Barcelona.

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Die ersten 30 Seiten meines Romans kann man auch auf www.silbernasen.de lesen. Und wer Lust auf mehr bekommen hat, kann das Buch auch gleich dort bestellen ;-)