Natürlich möchte ich in diesem Blog auch auf meinen eigenen Roman hinweisen:

Zum Inhalt:
Im Job geht es nicht vorwärts, das Privatleben ist öde und ihre Träume sind der Realität gewichen. Karen ist gerade erst 30 Jahre alt geworden und mit ihrem Leben mehr als unzufrieden. Mit ihrer besten Freundin Mona beschließt sie, ihrem Dasein einen neuen Kick zu geben. Ein Jahr Spanien soll dabei helfen. Kurzerhand erwerben die beiden Frauen einen alten Campingbus und einen Imbissanhänger. Mit der Idee, Würstchen und Snacks an hungrige Touristen in Spanien zu verkaufen, machen sich die beiden Freundinnen auf den Weg in den Süden.
Aber anstatt wie geplant die heißen Wiener unter das Urlaubsvolk zu bringen, stehen Karen und Mona bald silbern angemalt als lebende Statuen auf den Ramblas in Barcelona. Eine abenteuerliche Reise durch das Land des Stierkampfs, der Tapas und des Don Quijote beginnt…
Und nun die Leseprobe:
Über Mittag machten wir einen kurzen Stopp in Figueres. Wir ärgerten uns durch die kleinen Gassen, die immer enger und unüberschaubarer wurden, um immer wieder an schmalen Kurven Daisy (das war unser Hänger) abzukoppeln und uns mit freundlichen Einheimischen anzufreunden, die uns dabei halfen, den Hänger um die Ecke zu schieben. Die hinter uns wartende Autoschlange war dagegen weniger freundlich.
Ziel dieser Odyssee war das Dalí-Museum. Eine Freundin von Mona hatte uns den Besuch ans Herz gelegt. Aber nach unserer elend langen Suche nach einem Parkplatz und der darauffolgenden Wanderung durch die Mittagshitze zurück ins Stadtzentrum, hatte ich keine Lust mehr auf Kunst. Stattdessen suchten wir ein Café gegenüber des Museums gelegen auf und bewunderten die mit riesigen Eiern verzierte Fassade des alten Theaters, das heute vielen Werken von Dalí ein neues Zuhause bot.
Nach unserer Ankunft in Spanien wollten wir unseren ersten Etappensieg mit einer leckeren Tortilla und einem Café con leche feiern.
„Dos trozos tortilla“, orderte Mona strahlend beim schnurbärtigen Mann hinterm Tresen.
„Un pincho?“, fragte der Mann.
„No pincho! Tortilla“, sagte sie zu ihm und drehte sich dann zu mir. „Schau mal nach, was Pincho heißt.“
„Un tapa?“
„Tapa?“ Mona sah den Mann verständnislos an.
„Pincho heißt Stachel oder Dorn“, erklärte ich meiner Freundin.
„No Pincho“, bestand Mona. „Teller, was war noch mal Teller“, überlegte sie. Dann fiel es ihr wieder ein: „Ah, plato. Un plato tortilla.”
„Entero?”, fragte der Mann hinterm Tresen.
Monas Stirn lag in Falten.
„Was heißt denn jetzt schon wieder entero?“
Ich blätterte so schnell es ging im Wörterbuch. Ganz, entero hieß ganz. Nein, wir wollten keine ganze Tortilla. Ich eilte meiner Freundin zur Hilfe.
„Un trozo“, wiederholte ich Monas ersten Bestellversuch und machte dabei mit meiner Hand eine schneidende Bewegung nach. „Trozo!“, wiederholte ich noch einmal, und sah dabei dem schnurbärtigen Mann von unten in die Augen. „Ein Stück halt!“
„Pincho“, mischte sich der untersetzte Glatzkopf neben uns am Tresen ein. Die Männer nickten sich zu, sagten noch etwas Unverständliches und dann stellte uns der Wirt zwei Teller mit je einem Stückchen Tortilla vor die Nase.
„Trozo“, murmelte Mona. „Geht ja doch.“
Die Kaffeebestellung war im Vergleich dazu ein Kinderspiel.
Danach fuhren wir weiter. Unser nächster Stopp war Barcelona.

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