Warum ich vegan lebe


Als ich vor gut zwei Jahren in so einer Art Winterdepression steckte, ich war müde, hatte kaum Energie und gammelte ziemlich oft vor dem Fernseher herum, beschloss ich, etwas in meinem Leben zu verändern. Ich hatte mich schon vorher viel mit Ernährung, Hormonspiegel, Bewegung, Vitamin D und den vielen anderen Dingen, die dazugehören, beschäftigt. Allerdings hatte ich nie die Notwendigkeit gesehen, meine Ernährung umzustellen. Ich lebte gesund, kochte selbst und kaufte meistens frische Produkte.

Dann fiel mir Rüdiger Dahlkes Buch ‘Peace Food’ in die Hände und ich las zum ersten Mal über die China-Studies. In dieser Zeit wurde mir Einiges klarer, was meine starke Stimmungsveränderung im Herbst betraf. Ich wollte die vegane Ernährung ausprobieren. Schließlich tat ich es auch.

Ich nahm an den vier Wochen Programm von Atilla Hiltmann teil. Man mag über ihn denken, was man will, aber wenn man sich auf dieses doch sehr ungewohnte Experiment einlässt, dann ist es sehr hilfreich, wenn man an die Hand genommen wird.

Schnell hatte ich den Kniff raus, löste mich von den Rezepten in Hiltmanns Buch, die nicht immer meinem Geschmack entsprachen und deren Zutaten auch ein wenig ins Geld gingen. Mittlerweile lebe ich seit zwei Jahren vegan, habe viele Dinge ausprobiert und muss sagen, dass ich mich super fühle.

Die Zeiten, in denen ich mich am Liebsten auf der Couch rumgedrückt habe, sind vorbei. Selbst in den düstersten Monaten stecke ich voller Tatendrang, so dass ich es wieder schaffe, neue Projekte im Winter zu planen und umzusetzen.

Ich gehöre nicht zu den militanten Veganern, auch wenn ich natürlich weiß, dass es für das Klima und für die Umwelt besser ist, auf Fleisch zu verzichten. Meine Brüder sind leidenschaftliche Fleischesser. Ich habe auch nicht vor, dies zu verändern. Was sich jedoch bei den beiden verändert hat (und das finde ich wirklich toll), ist, dass sie nun mehr auf die Qualität des Fleisches achten.

Für mich habe ich entschieden, dass ich gut auf Fleisch verzichten kann. Eiweiß bekomme ich ausreichend aus Hülsenfrüchten. Und Tiere hatte ich früher nie wirklich gerne gegessen.

Es gibt nur eine Sache, die ich zu meiner Ernährung in Form von Tabletten zu mir nehme. Das ist das Vitamin B12. Viele meinen, dass der Mangel dieses Vitamins die Verteufelung dieser Ernährungsform rechtfertigt. Wenn ich jedoch die vielen Mangelerscheinungen in unsere Gesellschaft sehe (viele Fleischesser leiden auch unter dem Mangel von Vitamin B12, wissen es aber nicht), mache ich mir um meine Ernährung weniger sorgen.

Aber wie gesagt: Jeder soll das selbst entscheiden. Ich will da nicht missionieren. Das war nur meine Geschichte, warum ich mich entschieden habe, vegan zu leben.

Wenn Ihr Interesse auf mehr Informationen  zum Thema ‘veganer Ernährung’ habt, dann nutzt die Kommentarfunktion. Ich freue mich, über jeden Frage und jeden Beitrag von Euch.